Staatsanwälte der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) in Frankfurt, Deutschland, und in Graz, Österreich, haben Maßnahmen gegen ein kriminelles Netzwerk ergriffen, das beschuldigt wird, grenzüberschreitenden Umsatzsteuerbetrug im Zusammenhang mit der Einfuhr und dem Verkauf von Luxusautos betrieben zu haben. Die Behörden schätzen, dass das System zu Verlusten in einer Größenordnung von rund 100 Millionen Euro geführt hat. Der behauptete Betrug nutzt das sogenannte Umsatzsteuer-„Karussell“-Verfahren. Dabei rotieren Unternehmen Transaktionen, um Umsatzsteueransprüche zu generieren und die geschuldeten Steuern zu verringern. In der Luxuswagenbranche wird dem Netzwerk vorgeworfen, die Einfuhr- und Verkaufskette auszunutzen, um diesen Karussell-Effekt der Umsatzsteuer über Grenzen hinweg zu erzeugen. Der Schwerpunkt der EPPO-Maßnahmen liegt darauf, das Netzwerk zu zerschlagen, das für die auf 100 Millionen Euro geschätzten Verluste verantwortlich sein soll und zwischen Deutschland und Österreich operiert. Aktueller Stand: Die EPPO erklärt, dass der Fall derzeit untersucht wird und dass Staatsanwälte im Rahmen des Verfahrens tätig geworden sind.