Österreichische Polizei stellt Waffen und Drogen bei Islamismus-Razzien in 6 Bundesländern sicher
Neun Hausdurchsuchungen und 17 Befragungen wurden bei einer gemeinsamen Aktionstagung gegen extremistischer Terrorismus durchgeführt.
Die Polizei in Österreich hat eine koordinierte Operation gegen islamistischen Extremismus durchgeführt und dabei bei neun Hausdurchsuchungen Waffen, Mobiltelefone und Drogen sichergestellt.
Das Innenministerium teilte mit, dass der gemeinsame Aktionstag am Mittwoch durchgeführt wurde. Dabei wurden 17 Befragungen durchgeführt und die Behörden durchsuchten neun Wohnungen in mehreren Bundesländern. Außerdem gab es Durchsuchungen in 28 österreichischen Justizvollzugsanstalten, in denen 235 Bereiche überprüft wurden und 334 Insassen anwesend waren.
Die Ermittler führten die neun Razzien in Vorarlberg, Tirol, Burgenland, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich durch. Die Polizei stellte Mobiltelefone, Datenträger und Laptops sicher, außerdem mehrere Messer, zwei Schlagring-Doppelnocken und eine Schreckschusswaffe mit Magazin. Zudem stellten sie Drogen und extremistische Literatur sicher. Die Gegenstände werden derzeit im Rahmen weiterer Ermittlungen untersucht und bewertet.
An der Operation waren die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), alle neun Landesdirektionen für Staatsschutz und Extremismusprävention sowie die Justizbehörden beteiligt. Einsatzkräfte der regionalen Polizeidirektionen, die Polizeihunde-Einheit, die Einsatzgruppe für schnellen Einsatz (SIG) und die Cobra-Einheit nahmen teil.
Innenminister Gerhard Karner sagte, die präventive Aktion solle dazu dienen, extremistisches Gedankengut frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und zu stoppen, um die öffentliche Sicherheit in Österreich zu gewährleisten. Justizministerin Anna Sporrer hob die Zusammenarbeit der Behörden hervor.
Der Fall ist weiterhin Gegenstand von Ermittlungen, da Beweismittel geprüft und ausgewertet werden.
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Quelle:
Oberösterreichische Nachrichten