Die Polizei in Polen nahm drei Personen fest, die angeblich einen Zaun überstiegen und auf das Gelände des Verfassungsgerichts stürmten, wo Beamte einschritten. Die Polizei erklärte, dass bei dem Vorfall außerhalb des Gerichtsgebäudes in Warschau auch andere Oppositionsabgeordnete vor Ort gewesen seien. Der Streit betrifft die Leitung des Gerichts. Ein Teil der Richter macht geltend, dass die derzeitige Vorsitzende und ihr Stellvertreter ihre Aufgaben aussetzen lassen müssten. Staatsanwalt Waldemar Žurek, der zugleich Justizminister ist, beantragte, beiden die Immunität abzuerkennen. Andere Richter lehnen diesen Schritt ab und bezeichnen ihn als illegalen Zugriff auf das Gericht. Die jüngsten Maßnahmen rund um das Gericht knüpfen an dieselbe angespannte rechtliche Auseinandersetzung an, die Staatsanwälte und Justiz betrifft. Zum rechtlichen Status und zu den gerichtlichen Ergebnissen der festgenommenen Verdächtigen wurden in den vorliegenden Berichten keine Angaben gemacht.