Slowenische Polizei würdigt den UN-Tag der Polizeikooperation und verweist auf INTERPOL- und EMPACT-Ergebnisse
Die Einsatzkräfte hoben grenzüberschreitende Festnahmen, gemeinsame Aktionstage und Treffer im Schengen-Informationssystem aus den Jahren 2025 sowie aus der zweiten Jahreshälfte 2025 hervor.
Die Polizei in Slowenien hat am 7. September den Internationalen Tag der Polizeikooperation der Vereinten Nationen begangen und dabei betont, wie grenzüberschreitende Abstimmung dazu beitragen kann, Gemeinschaften zu schützen, Opfer zu unterstützen und die öffentliche Sicherheit zu verbessern.
In einer Mitteilung erklärte die Polizei, dass moderne Kriminalität nationale Grenzen überschreite. Internationale Zusammenarbeit sei demnach ein Weg, um auf Bedrohungen zu reagieren, zu denen Online-Betrug, kriminelle Netzwerke, die Menschen verlagern, und illegale Güter ebenso gehörten wie flüchtige Personen, die durch Reisen zwischen Ländern versuchen, einer Festnahme zu entgehen.
Die Polizei sagte, internationale Zusammenarbeit könne zu praktischen Ergebnissen führen, etwa indem Opfer identifiziert und ausfindig gemacht, vermisste Personen wieder mit ihren Familien zusammengeführt, flüchtige Personen verfolgt, organisierte Kriminalitätsnetzwerke zerschlagen, gestohlene Güter zurückerlangt und strafbare Handlungen bekämpft werden, die durch Cybermittel ermöglicht werden.
Außerdem verwies sie auf die Rolle von Meldungen, die über das Schengen-Informationssystem (SIS) herausgegeben werden, das als zentrales europäisches Instrument zum Austausch von Informationen für Sicherheit und Grenzmanagement beschrieben wird. Die Polizei teilte mit, dass Slowenien im Jahr 2025 auf Basis von Meldungen anderer Länder 85 Erwachsene und 695 Minderjährige ausfindig gemacht sowie 174 gestohlene oder unrechtmäßig in Besitz genommene Fahrzeuge sichergestellt habe. Weiter hieß es, dass von Slowenien erlassene Meldungen dazu geführt hätten, dass im Ausland 25 Erwachsene und 139 Minderjährige gefunden wurden und 90 gestohlene oder unrechtmäßig in Besitz genommene Fahrzeuge sichergestellt werden konnten.
In der Erklärung wurden zudem Beispiele genannt, die INTERPOL und die gemeinsame europäische Arbeit betreffen. So heißt es, dass im Jahr 2026 mehrere Fälle mit gesuchten Personen durch die Zusammenarbeit zwischen der slowenischen Polizei und den INTERPOL National Central Bureaus (NCB) in anderen Ländern, darunter Tansania, die Vereinigten Arabischen Emirate und Serbien, geklärt worden seien. Dies habe zur Festnahme slowenischer Staatsangehöriger geführt, die sich abgesetzt hatten.
Die Polizei ging außerdem auf die Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten unter EMPACT (European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats) ein. Im Rahmen gemeinsamer Aktionstage, die als Jad Mobile bekannt sind und 2025 stattfanden, teilte sie mit, dass in den teilnehmenden Ländern Fahrzeuge, Fahrzeugteile und maritime Ausrüstung sichergestellt wurden. Außerdem berichtete sie von Feststellungen und Festnahmen im Zusammenhang mit irregulärem Grenzübertritt und Schleusung von Migranten, von Beschlagnahmungen gefälschter Ausweise und Fahrzeugdokumente, von der Sicherstellung illegaler Drogen, von Zigaretten, Tabak und Schusswaffen sowie von Maßnahmen gegen Personen, die illegal über Grenzen gingen.
Separat beschrieb die Polizei die Operation Liberterra, die Ende 2025 von INTERPOL koordiniert wurde, als Initiative mit dem Ziel, Menschenhandel und Schleusung von Migranten zu bekämpfen. Sie erklärte, dass an der Operation Tausende von Einsatzkräften in 119 teilnehmenden Ländern beteiligt waren und sie zu Festnahmen, zur Identifizierung potenzieller Opfer von Menschenhandel und zur Eröffnung neuer Ermittlungen führte. Gleichzeitig hätten slowenische Beamte berichtet, dass sie Personen abgefangen hätten, die illegal interne Grenzen überquerten, Schleuser festgenommen und potenzielle Opfer von Menschenhandel identifiziert hätten.
Die slowenische Polizei sagte, diese Beispiele zeigten, dass gezielte internationale Aktivitäten zu einer breiteren Aufdeckung von Straftaten und illegalen Gütern führen können, unter anderem durch Informationsaustausch und den direkten Kontakt zwischen den Behörden.
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Quelle:
Slovenian Police