Die Carabinieri haben einen 56-Jährigen aus Cutrofiano verhaftet. Ihm wird versuchter Erpressung vorgeworfen, die durch das sogenannte mafiöse Vorgehen sowie durch die Zugehörigkeit zu einem mafiatypischen Verband erschwert wird. Die Ermittlungen, durchgeführt von den Carabinieri des Nucleo Investigativo des Comando Provinciale di Lecce, drehen sich um eine angebliche Geldforderung an einen Unternehmer im Salento-Gebiet: zwischen 5.000 und 15.000 Euro pro Jahr. Nach Darstellung der Ermittler soll der Kontakt zwischen dem mutmaßlichen Erpresser und der betroffenen Person durch einen ihr bekannten Dritten erleichtert worden sein. Bei einem Treffen habe der Mann eine weitergehende Erpressungstätigkeit gegenüber Unternehmern aus der Gegend in Aussicht gestellt und dabei auf das örtliche kriminelle Umfeld verwiesen. Der Unternehmer soll abgelehnt und sich daraufhin an die Carabinieri gewandt haben, um den Vorfall zu melden. Die anschließenden Überprüfungen, auch mithilfe technischer Mittel, führten zu weiteren Erkenntnissen und ermöglichten es, die Verbreitung der Nachricht im lokalen Wirtschaftsumfeld nachzuvollziehen. Die Maßnahme erfolgt mit einer von der Justizbehörde angeordneten Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter soll die doppelte mafiose Prägung des Vorgehens anerkannt haben, die sowohl mit der einschüchternden Wirkung des kriminellen Umfelds als auch mit der Zugehörigkeit des Mannes zu einem mafiatypischen Verband zusammenhängt. Der Verhaftete ist den Akten zufolge bereits verurteilt: eine rechtskräftige Verurteilung wegen mafiösen Zusammenschlusses aus dem Jahr 2008 sowie ein weiteres Urteil aus dem Jahr 2023. Auch die Rolle der Person, die den Kontakt angeblich erleichtert haben soll, wurde näher geprüft, jedoch wurde gegen sie keine Untersuchungshaft oder sonstige Schutzmaßnahme angeordnet. Das Verfahren befindet sich in der Voruntersuchung, und für die Beschuldigten gilt bis zu einer etwaigen endgültigen Entscheidung die Unschuldsvermutung.