Ein Patient in Gießen hat nach Angaben der Polizei einen Arzt angegriffen, nachdem er wegen Drogenkonsums behandelt worden war. In den frühen Morgenstunden am Sonntag soll ein 38-Jähriger den Arzt in der Notaufnahme des Friedberger Bürgerhospitals angegriffen haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 0.30 Uhr am 18. Oktober. Der Patient wurde zunächst vom Bereitschaftsarzt behandelt und soll ihm auf dem Rückweg in den Behandlungsraum begegnet sein, bevor er ihn angeblich schlug und ihm die Hand biss. Rettungskräfte griffen ein und halfen dabei, die Frau festzuhalten, bis die Polizei eintraf. Der Arzt erlitt Verletzungen und musste sich selbst behandeln lassen, weshalb er seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. In einem getrennten Fall nahm die Polizei in Butzbach am Samstag drei junge Männer fest, nachdem ein Zeuge die Polizei bei einem frischen Graffiti-Angriff verständigt hatte. Gegen 23.10 Uhr hielten die Beamten zwei 18-Jährige und einen 19-Jährigen an, als sie Graffiti an einem Verkehrsschild in der Schloßgartenweg sprühten. Die Polizei teilte mit, dass weitere Überprüfungen an verschiedenen Stellen in der Stadt zusätzlich offenbar frische Vandalismusschäden an Wänden, Verkehrszeichen, Lampen und Elektroschränken zutage förderten. Eine erste Bewertung ergab keinen politischen Bezug. Die Gesamthöhe des Schadens wurde noch nicht bekanntgegeben. Die drei Verdächtigen wurden zur Dienststelle gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen, ein Strafverfahren ist jedoch anhängig. Die Polizei erklärte, unklar bleibe, ob weitere Delikte der Sachbeschädigung hinzukommen. Die Patientin befindet sich weiterhin in Behandlung und muss sich einem Strafverfahren stellen. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter, auch dazu, ob die Verdächtigen im Graffiti-Fall mit weiteren Sachbeschädigungen in Verbindung stehen.