Staatsanwälte in Rostock haben Gina H. die Tötung des achtjährigen Fabian aus Güstrow zur Last gelegt. Der Vorwurf lautet auf „heimtückischen Mord“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Die 29-Jährige soll den Jungen am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt und ihn anschließend getötet haben, indem sie ihn am Teich in den Feldern südlich von Güstrow mindestens sechsmal im oberen Bereich des Körpers erstach. Die Ermittler werfen ihr vor, sie habe den Leichnam des Kindes später mit einem Brandbeschleuniger in Brand gesetzt, um Spuren zu verwischen. Nach einer vier Tage dauernden Suche wurde die mutmaßliche Täterin festgenommen. Bei einem Spaziergang soll sie den Leichnam von Fabian am Rand des Weihers entdeckt und die Polizei alarmiert haben. Seit November befindet sie sich in Untersuchungshaft und hat seitdem nicht mit den Ermittlern gesprochen. Die Staatsanwaltschaft sagt, der Fall werde durch das, was sie als überwältigende Indizien bezeichnet, gestützt. Dazu gehöre auch der Hinweis auf mehr als 60 Zeugen, die in der Anklageschrift benannt seien, sowie ein Sachverständigengutachten, das in die gleiche Richtung weise. Die Staatsanwaltschaft hat zudem einen Bericht zur Frage der Schuldfähigkeit von Gina H. in Auftrag gegeben, will diesen aber erst im Hauptverfahren thematisieren. Die Anklage soll dem Landgericht Rostock vorgelegt werden. In dem Bericht heißt es, die Frist für die Untersuchungshaft laufe Anfang Mai ab. Danach könnte sie bis zu sechs Monate in Untersuchungshaft verbringen, wobei die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass der Prozess bald beginnt. Gina H. ist angeklagt, und das Verfahren ist nun vor Gericht anhängig.