Die ungarische Steuer- und Zollbehörde hat 1,5 Milliarden HUF beschlagnahmt und Verdächtige bei Razzien festgenommen, die gegen eine angebliche Geldwäsche-Ringstruktur gerichtet waren, die mit pandemiebedingten Käufen von Masken und Beatmungsgeräten in Verbindung gebracht wird. Die Behörden vernahmen 11 Verdächtige und nahmen zwei bei der am Dienstagfrüh durchgeführten Operation in Gewahrsam. Eine Person wurde in Österreich festgenommen, mit Unterstützung vor Ort. Für einen angeblichen Anführer, von dem angenommen wird, dass er in Indonesien lebt, wurde zudem ein internationaler Haftbefehl erlassen. Der Fall betrifft Importe von 800 Beatmungsgeräten und drei Millionen medizinischen Masken aus China, die im Jahr 2020 an den ungarischen Staat geliefert und mit 15,6 Milliarden HUF bezahlt wurden. Ministerpräsident Péter Magyar sagte, die Razzien hätten Unternehmen getroffen, die Geschäfte mit dem Ministerium von „Péter Szijjártó“ gemacht hätten, wobei er sich auf den ehemaligen Außenminister bezog. Gesundheitsminister Zsolt Hegedűs erkannte die Aktion ebenfalls auf Facebook an und erklärte, jeder Forint im Gesundheitswesen müsse den Interessen der Patienten dienen. Die Beschlagnahme und Festnahmen bedeuten, dass die Ermittlungen weiterlaufen: Verdächtige sind in Gewahrsam oder wurden vernommen, und der Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Anführer ist weiterhin offen.