Polizei nimmt Verdächtigen aus Rotterdam wegen Geldwäsche mit Bargeld in Höhe von über 60 Millionen fest
Ein mutmaßlicher „Untergrundbanker“ wurde in Eindhoven festgenommen, nachdem bei Razzien Gold und Millionenbeträge sichergestellt wurden.
Die Polizei hat einen 55-jährigen Mann aus Rotterdam festgenommen, der verdächtigt wird, für eine türkisch-deutsche Verbrecherbande mit rund 60 Millionen Euro Bargeld umgegangen zu sein.
Der Verdächtige wurde am 7. Oktober in Eindhoven festgenommen, als die Polizei Razzien bei fünf Personen durchführte. Vier weitere Verdächtige wurden in Deutschland festgehalten.
Die Polizei beschreibt den Mann aus Rotterdam als mutmaßlichen „Untergrundbanker“, also als illegalen Finanzintermediär. An der Aktion waren rund 500 niederländische und deutsche Polizeibeamte sowie der deutsche Zoll beteiligt, unterstützt durch Europol.
Die Ermittlungen begannen im Oktober 2023, nachdem die deutsche Verkehrspolizei mehrere Kilo Gold und fast 500.000 Euro Bargeld gefunden hatte, die in einem Pkw auf einer Autobahn versteckt gewesen waren.
Bei den Durchsuchungen in den Niederlanden suchte die Hafenpolizei von Rotterdam zwei Objekte in Rotterdam und Eindhoven. Dabei wurden Datenspeichergeräte, rund 10.000 Euro Bargeld, ein Fahrzeug sowie Immobilien sichergestellt.
Auch in Deutschland stellte die Polizei Vermögenswerte im Wert von mindestens 2 Millionen Euro sicher, zudem 19 Fahrzeuge, rund 100.000 Euro Bargeld sowie eine große Menge Schrottgold und Silberbarren.
Die Polizei sagt, die Gruppe habe pro Jahr Zehnmillionenbeträge an Euro in Richtung Türkei gelenkt, vermutlich aus dem Erlös von Drogenhandel. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Geld genutzt wurde, um altes Gold über befreundete Juweliere zu kaufen. Dieses wurde dann eingeschmolzen und zu Barren verarbeitet und anschließend in die Türkei geschmuggelt. Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen sechs Jahren 1 bis 4 Tonnen Gold im Wert von 55 bis 210 Millionen Euro eingeschleust.
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Quelle:
DutchNews.nl